27. Juni bis 12. Juli 2015: »Grenzenlos« – mehr als eine Ausstellung

19. Juni 2015 in Einzelprojekte

 

In der westlichen Welt verliert das Wort »Grenze« zusehends an Bedeutung.
Doch wie fühlt es sich an, Grenzen zu überschreiten? Oder gar überschreiten
zu müssen, um zu überleben?

Acht Designstudenten der Hochschule Konstanz haben versucht, es herauszufinden.
Unter der Projektleitung von Prof. Judith M. Grieshaber und ihren Partnern von
»ARTHELPS e.V.« wurden sie zu Paten von unbegleiteten Flüchtlingen des Pestalozzi-
Kinderdorfes in Stockach-Wahlwies. Die Grenzgänger stammen aus Eritrea, Syrien,
Irak, Bangladesch und Somalia und sind zwischen 16 und 19 Jahre alt. Mittels der
Sprache der Kunst haben ihre Paten versucht, den Unbeachteten eine Stimme zu
geben – und ihre Geschichte zu erzählen.

Herausgekommen ist ein multimedialer Mix aus Design, Typografie, Lyrik, Musik
und Kunst im Raum. Die Ergebnisse wurden bei einer zweiwöchigen Ausstellung
im Bildungsturm Konstanz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Doch dies ist erst der Anfang. Denn die Ausstellung soll Mitbürger nicht nur für die
Lebensgeschichten der Asylsuchenden interessieren, sondern auch motivieren,
ihnen bei ihrem Neuanfang zu helfen. Mittelfristig sollen an die Stelle der Studierenden
Bürger, Betriebe und Unternehmer rücken, die bereit sind, den Flüchtlingen mit einem
Ausbildungsplatz den Start in ein neues Leben zu erleichtern.

Entstanden ist das Projekt »Grenzenlos« in Kooperation mit der  Non-Profit Organisation
»ARTHELPS e.V.« und der Kreativagentur »Jung von Matt/Neckar«. Unterstützt
wird die Ausstellung durch die Stadt Konstanz, Amt für Schulen, Bildung und Wissenschaft.

Das Projekt »Grenzenlos – the Art of Helping« war 2014 nicht Teil des Pakets
zum »Jahr der Gerechtigkeit«, das die Studiengänge der Stadt Konstanz vorgelegt haben.
Es wurde als Sonderprojekt im Nachhinein in das Programm aufgenommen.

Fotos: ARTHELPS e.V. und HTWG